Alles hat seine Zeit – 30 Jahre in der Pflege, ein Leben mit Hunden und der Weg zu BALUNA
Ein ganz besonderer Tag: 30 Jahre Pflegeberuf
BalunaBlog [30.08.2025]: Am 01.09.1995, also vor fast auf den Tag genau 30 Jahren, habe ich meine Ausbildung als Altenpfleger begonnen. Ich war 17 Jahre alt und bin für diese Ausbildung vom beschaulichen Mecklenburg-Vorpommern ins ferne Datteln in NRW gezogen. Es war das erste Ausbildungsjahr nach Einführung der Pflegeversicherung – eine bewegende, anstrengende und zugleich sehr prägende Zeit. Schon damals, durfte ich die Pflege in all ihren Facetten kennenlernen: stationär, ambulant, im Krankenhaus, in der Psychiatrie.
Nach der Ausbildung zog es mich zurück nach Hause – zur Familie, zu Freunden. Ich absolvierte meinen Zivildienst an der Kranichschule in Neubrandenburg, einer ganz besonderen Schule für besondere Kinder. Die dortige Klassenlehrerin, Sigrid Drescher, wurde nicht nur Mentorin, sondern auch Freundin – und Jahre später sogar meine Trauzeugin.
Vom Pflegedienst zur Lebenswende
Damals war die Welt in Sachen Pflege noch eine andere: Pflegekräfte waren keine Mangelware, im Gegenteil – nach dem Zivildienst war ich zunächst arbeitslos. Ich begann meine erste Stelle als Dauernachtwache in Mirow – rund 50 km von meinem Zuhause entfernt. Vor und nach jedem Dienst fuhr ich über dunkle Landstraßen, oft übermüdet, aber voller Verantwortung.
Mit 22 Jahren – jung, wild und idealistisch – wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete 2000 einen eigenen Pflegedienst. Eine spannende, lehrreiche, aber auch herausfordernde Zeit. Ja, es war eine harte Lektion.
Ich weiß, ich bin ein Mensch, der polarisiert. Mein Herz schlägt sozial, oft zu sehr. Ich bin manchmal zu idealistisch. Doch gerade deshalb bin ich heute da, wo ich bin – mit Werten, Erfahrung und dem Wunsch, etwas wirklich Sinnvolles zu bewegen.
Und dann: das Leben
30 Jahre sind eine lange Zeit – eine Zeit, in der viel passiert ist.
Ich habe meine Frau kennengelernt, wir haben vier wundervolle Kinder, wir haben Menschen gewonnen und verloren. Mein Vater starb, meine Schwester Silke erkrankte schwer und verstarb im 9.3.2024 – eine Zeit, die vieles in mir verändert hat. Doch eines war in all den Jahren immer da: Hunde.
Hunde – mehr als nur Begleiter
Solange ich denken kann, waren Hunde Teil meines Lebens. Früher einfach dabei – heute ganz bewusst. Ich habe unzählige Male erlebt, wie viel Nähe, Trost und Freude Hunde schenken – in Pflegeeinrichtungen, bei Kindern, in Familien. Sie begleiten uns nicht nur, sie verstehen uns. Sie spiegeln unsere Stimmung, schenken Sicherheit, wirken therapeutisch – ganz ohne Worte.
In den letzten Jahren wurde aus dieser Erfahrung ein Wunsch. Nein – ein echtes Bedürfnis: meine Zukunft Hunden und Menschen im Zusammenspiel stärker zu widmen. Daraus ist die Idee für BALUNA e.V. entstanden.
Heute leben wir mit drei Generationen mit unseren Hunden auf einem großen, lebendigen Grundstück, ein Ort der Begegnung, des Lernens und der Herzlichkeit.
Maik Wolff, Mitbegründer BALUNA e.V.
P.S. Fast vergessen:
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