In Erinnerung an Silke – und warum es BALUNA e.V. heute gibt

Ein persönlicher Blogbeitrag zum Gründungshintergrund           unseres Vereins

Dieser Blogbeitrag trägt das Datum 09. März – und das nicht ohne Grund. Es ist der Tag, an dem meine Schwester Silke im Jahr 2024 im Alter von nur 55 Jahren verstorben ist – nach acht langen Jahren im Wachkoma. Für unsere Familie war dieser Tag ein Abschied, aber auch ein stiller Neubeginn. Denn seit diesem Moment wusste ich: Ich möchte meinen Lebensweg verändern.

Ich bin Altenpfleger – seit bald 30 Jahren. Ich habe Menschen gepflegt, begleitet, unterstützt. An guten Tagen und an schweren. Ich habe viel Leid gesehen, aber auch viel Hoffnung. Und immer wieder durfte ich miterleben, welche Kraft von Tieren, besonders von Hunden, ausgeht. Wie sie Trost schenken, Ängste nehmen, Nähe ermöglichen – auch dann, wenn Worte fehlen.

Silke liebte Hunde. Schon als Kinder waren Hunde ein fester Bestandteil unserer Familie. Meine Labradoodlehündin Luna war auch an Silkes Seite, als sie starb. Sie hat nicht nur ihr, sondern auch uns als Familie Halt gegeben – still, warm, einfach da. Dieses Bild werde ich nie vergessen.

Hunde waren schon immer da – heute sind sie mehr denn je gebraucht

Die Hunde meiner Kindheit waren „einfach da“. Sie gehörten zur Familie, liefen mit, begleiteten unser Leben. Es gab keine Apps, keine Hundetrainer-Flut auf YouTube – aber es gab Respekt. Die einen hatten Hunde, die anderen nicht. Und das war in Ordnung.

Doch die Zeiten haben sich verändert. Heute werde ich oft gefragt:


„Beißt der?“    „Der tut aber nichts, oder?“

Diese Fragen zeigen nicht nur Unsicherheit, sondern auch ein wachsendes Unwissen – und oft leider auch Angst. Der Hund wird immer häufiger kritisch beäugt, manchmal sogar stigmatisiert. Das ist eine Entwicklung, die mich traurig macht. Denn ich kenne die andere Seite: Die heilsame, die hoffnungsvolle, die kraftspendende Seite der Mensch-Hund-Beziehung.

BALUNA – geboren aus Trauer, Liebe und der Vision, etwas zu verändern

Die Idee, einen eigenen Verein zu gründen, entstand langsam – und doch ganz klar. BALUNA e.V. ist eine Antwort auf viele Erlebnisse, Erfahrungen und Gespräche. Es ist mein Versuch, etwas zurückzugeben. Menschen zu stärken. Hunden ihren Platz als wertvolle Lebensbegleiter zu sichern. Und Räume zu schaffen, in denen Beziehung wachsen kann – zwischen Hund und Mensch, auf Augenhöhe.

In unserer Satzung steht es so:

„Die Beziehung zwischen Hund und Mensch ist eine der tiefgründigsten und emotionalsten Beziehungen, die es gibt. Hunde sind nicht nur treue Begleiter, sondern auch enge Freunde und Familienmitglieder, die den Menschen durch dick und dünn begleiten.“

Wir möchten mit BALUNA e.V. dafür sorgen, dass genau diese Verbindung wertgeschätzt und verstanden wird. Dass Menschen lernen, wie Hunde kommunizieren – und wie wir selbst ihnen Sicherheit geben können. Wir wollen Angebote schaffen, die berühren und verbinden:


Für Kinder, für Familien, für Menschen mit Unterstützungsbedarf, für Ältere, für alle, die mit Hunden wachsen wollen.

Wir setzen uns ein für:

  • Artgerechte Hundehaltung
  • Therapeutische und pädagogische Mensch-Hund-Begegnungen
  • Ausbildung und Förderung von Assistenz- und Besuchshunden
  • Verständnis und Aufklärung im Umgang mit Hunden

Danke, dass Sie mitlesen. Und vielleicht mit uns gemeinsam gehen.

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben – danke ich Ihnen von Herzen. Dieser Beitrag ist persönlich. Vielleicht der persönlichste auf unserer Seite. Und gleichzeitig ist er der Anfang von etwas, das wachsen darf.

Ich lade Sie herzlich ein: Werden Sie Teil von BALUNA.
 

Ob mit Ihrer Zeit, Ihrer Erfahrung, Ihrer Spende oder einfach mit Ihrem Herzen für Hunde und Menschen.
 

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass aus Begegnung Beziehung wird – und aus Beziehung Hoffnung. Ich freue mich auf Sie.

 

Maik Wolff, Mitbegründer BALUNA e.V., 09.03.2024
 

Gemeinsam Gutes bewirken!

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